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Laser Radial Youth World Championships 2018 Pressemitteilung

Laser Radial Jugend-WM:

Rückschläge für Hoffmann und Büsselberg

Erneut begann der Tag mit Warten. Ein dicht verhangener Himmel und Flaggen, die mehr oder weniger schlaff herabhingen, dominierten das Bild im Hafen von Schilksee am Donnerstagmorgen. Daher wurde der erste Start bei der Laser Radial Jugend-Weltmeisterschaft um zwei Stunden verschoben.

Bei den Jungen starteten die drei Führenden mit nur einem Punkten Unterschied in die Finalrennen. Der Italiener Francesco Viel lag mit nur einen Punkt Vorsprung vor seinem Landsmann Guido Gallinaro und dem punktgleichen Oberstdorfer Julian Hoffmann, dessen Boot der Schriftzug „Rio2016“ ziert. Hintergrund: Es ist der Olympia-Laser von Philipp Buhl. „Ich kenne ihn aus dem Verein. Es ist cool, mit dem Boot von einem guten Bekannten zu fahren, der damit bei Olympia war“, sagte der 15-Jährig. Aber er profitiere nicht nur von dessen Boot, das bereits den Olympiatest bestanden hat, sondern bekomme bei Gelegenheit auch Tipps von dem WM-Bronzemedaillengewinner aus Aarhus, erklärt Hoffmann.

„Ich habe nie damit gerechnet, dass ich so weit vorne fahren kann“, freute sich der Allgäuer. Bisher musste er nur einen Ausrutscher verschmerzen. „Es war schwer zu sehen, wo der Druck ist. Ich bin dann auf der falschen Seite gestartet, und der Start war generell nicht gut.“ Den 40. Platz konnte er als Streicher werten. Alle anderen Ergebnisse lagen unter den besten Acht, so dass Hoffmann optimistisch in den heutigen Tag ging. 

Spannende Rennen mit den Nachwuchsseglern. Nach den zwei Goldfleet-Rennen gibt es Verschiebungen an der Spitze.

Doch als kurz nach 13 Uhr das erste Rennen des Tages gestartet wurde, lief für Julian Hoffmann alles schief. Beim Start wählte ein großer Pulk die rechte Seite, so auch Hoffmann. Es schien nicht ganz die richtige Entscheidung gewesen zu sein, denn nach der ersten Kreuz lagen andere vorn. Der Italiener Cesare Barabino setzte sich an die Spitze, brachte einen kleinen Abstand zwischen sich und die folgenden Boote und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Mehrfach griff der Italiener ans Ruderblatt, um dieses vom Seegras zu befreien – aufhalten konnte ihn das aber auch nicht.

Nach der ersten Kreuz lag Julian Hoffmann trotz eines mäßigen Starts noch unter den ersten Booten, verlor aber während des Rennens an Plätzen. Vor der Ziellinie überholte auch Justin Barth (Berlin) den Oberstdorfer. „Falsche Seite, Start nicht gut, gestern vergessen mich auszutragen“, fasste Julian Hoffmann nach den Finalrennen deprimiert zusammen.

Auch Marc Handschug (Potsdam) entschied sich auf dem Vorwindkurs für die falsche Seite und saß in einem Windloch fest. Der Amerikaner Chase Carraway hingegen kämpfte sich nach vorne und überquerte als Zweiter die Ziellinie. Während die beiden ersten alleine ins Ziel kamen, wurde es um Position drei noch mal eng. Tom Higgins (Irland) und Uffe Tomasgaard (Norwegen) schenkten sich nichts. Letztendlich hatte der Ire die Nase vorn. „Bei den Wellen und den drehenden Winden, habe ich es einfach nicht geschafft, um ihn rumzukommen. Aber es lief insgesamt sehr gut“, sagte der Norweger. „Man musste die ganze Zeit umherschauen und die Böen im Blick haben. Zweimal bin ich aufgestanden, um zu erkennen, wo der Druck ist.“ Dabei scheint Tomasgaard die Böen gut erkannt zu haben. Der Norweger hat sich so die Führungsposition im Gesamtklassement erobert. Die Italiener Guido Gallinaro und Cesare Barabino folgen auf Platz zwei und drei. Julian Hoffmann ist auf den 14. Platz abgerutscht, Justin Barth liegt momentan auf dem 26.


Einen Traumstart in die Finalrennen legte Vanessa Gregor (Kiel) hin. Sie ersegelte sich im ersten Rennen den Sieg. „Ich habe die Dreher gesehen und bin auf die richtige Seite gefahren. Da ich von der kleinen Talsperre komme, bin ich das gewohnt“, erklärt die Remscheiderin. Ihren guten Vorsprung konnte sie ins Ziel bringen. Doch der Sieg setzte sie im zweiten Rennen unter Druck. Und dem konnte sie nicht standhalten. „Ich hatte mentale Schwierigkeiten“, erklärt sie. Als 45. überquerte sie die Ziellinie.

Umgekehrt erging es Laura Schewe (Kiel). Lag sie zu Beginn noch mit dem 27. recht weit hinter der Spitze zurück, kämpfte sie sich in der zweiten Wettfahrt mit Biss und den richtigen taktischen Entscheidungen nach vorne und holte sich den dritten Platz. Sie kletterte damit wieder auf den 6. Rang im Gesamtklassement. Konstante Rennen lieferte Ana Moncada Sanchez ab. „Ich habe die ganze Zeit nach den Drehern geschaut und bin mitgegangen. Es war schwierig, aber ich bin sehr zufrieden.“ Die Spanierin liegt auf dem dritten Rang, vor ihr haben sich Matilda Talluri (Italien) auf dem ersten und Matilda Nicholls (Großbritannien) auf dem zweiten Rang platziert. Julia Büsselberg (Berlin) liegt, nach den heutigen Platzierungen (23 und 19) auf dem vierten Platz.


„Bisher lief alles gut“, zog Wettfahrtleiter Fabian Bach am Donnerstag ein Zwischenfazit. „Wir hatten bisher ganz unterschiedliche Bedingungen. Viel Wind am Montag und dann wenig die letzten Tage – da war für jeden Segler etwas dabei.“ Bei Drehern von 10 bis 20 Grad haben die erfahrenen Teams auf den Bahnen zwar ein bisschen basteln müssen, aber das gehöre dazu. „Die Bedingungen waren stabil, so dass wir von der Wettfahrtleitung sehr zufrieden sind.“ Für die kommenden Tage wird wieder mehr Wind erwartet. „Für morgen sind die Vorhersagen sehr gut. Eher im oberen Bereich.“

Laura Schewe (Kiel) machte heute einen Sprung nach vorn. Fotos: www.segel-bilder.de

Laser Radial Youth World Championships
Teilnahme für Nachwuchssegler/innen zwischen 15 und 18 Jahren (Jhg: 2000 bis 2003)
Vier WM-Titel sind zu vergeben: Seglerinnen unter 19 Jahren, Segler unter 19 Jahren
Seglerinnen unter 17 Jahren, Segler unter 17 Jahren.


Programm:
Freitag, 24. August, 11 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten
Samstag, 25 August, 11 Uhr, letzter Start bis 15 Uhr: 2 Qualifikations- oder Finalwettfahrten - Abschließend: Siegerehrung


Wettfahrten sind vom Montag, 20. August, bis Samstag, 25. August, angesetzt. Gesegelt werden täglich zwei Wettfahrten. Nach den Qualifikations-Rennen sind ab Donnerstag die Finalrennen in den Gruppen Gold, Silber und Bronze geplant. Dafür müssen alle Qualifikations-Gruppen vier Wettfahrten (inklusive eines Streichers) absolviert haben. Auch für die Vergabe des WM-Titels sind vier Wettfahrten das Minimum. Gesegelt wird auf zwei Bahnen. Wettfahrtleiter sind Mandus Freese und Fabian Bach.

Die Meldelisten finden Sie unter:
https://sailing.laserinternational.org/public/site/event-site/93/entrylist

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Laser Radial Youth World Championships 2018 vom 20.-25.08.2018
Weitere Informationen unter laserworlds2018.com

 
 
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